Wie ich zum Cord Cutter wurde

Wie ich zum Cord Cutter wurde

Ich habe weder Kabelfernsehen noch Satellit. Ich empfange die Bewegtbilder bei mir zuhause übers Internet, schaue Blu-Ray oder DVD gehe ins Kino oder zum Public Viewing. Ich bin ein sogenannter Cord Cutter. Wie es dazu kam, was meine Erfahrungen sind und welche Tipps ich euch geben kann, wenn ihr es mir gleich tun wollt, erfährt ihr in diesem Artikel und in unregelmäßig erscheinenden Posts.

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Wie ich zum Cord Cutter wurde

Ich bin im November übersiedelt und in der neuen Wohnung gibt es kein vernünftiges Kabelfernsehen-Angebot. Satelliten-Fernsehen wäre evtl möglich gewesen, aber mir war es den Aufwand nicht wert, denn viel ferngesehen habe ich in letzter Zeit nicht mehr. Das Programm der Sender hat mich kaum noch interessiert und das Konzept des linearen Fernsehens war nicht mit meinem Lebensstiel vereinbar. Aber auf meine Dosis Bewegtbild wollte ich nicht verzichten und musste ich auch nicht, Danke Internet.

Dank Netflix und Amazon Prime, Dank YouTube und Vimeo, Dank Mediatheken und diverser Livestreams und wie oben erwähnt dem für mich eher unattraktiven Angebot des linearen Fernsehens, habe ich eigentlich nur noch Fußball und andere Events wie Song Contest oder Oscars im Fernsehen geschaut. Doch auch dafür muss es Alternativen geben.

Darum habe ich mir gedacht, ich werde zum Cord Cutter und investiere mehr Geld in eine gute Internetverbindung. Nun war das Problem, dass UPC und A1 keine schnelle Glasfaserverbindung in meine Wohnung gelegt haben und auch andere Angebote wie Blizznet u. ä. nicht verfügbar waren. Also hieß, nach längerer Recherche und dem Abwägen von Für und Wider, die Lösung LTE. Als bestes Preis/Leistungsverhältnis erwies sich “3” und jetzt – nach vier Monaten Nutzung – kann ich sagen, im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Gerade zur Stoßzeit, wie am Abend, könnte die Verbindung etwas schneller sein, da dauert es schon ein paar Minuten bis die Bildqualität von Netflix kein Augenkrebs mehr verursacht, aber sonst gab es bisher kaum Probleme. Auch Netzausfälle gibt es bei “3” deutlich weniger als bei UPC, das ich in der alten Wohnung nutzte.

Ein Fernseher nicht zum Fernsehen

Ich schaue vorwiegend auf dem Fernseher, ein Samsung-Modell und der integrierten Netflix-App. Ich habe auch Chromecast, Playstation 3, Apple TV und den Fire TV Stick ausprobiert, mit allen lässt sich Netflix gut bedienen. Aber am einfachsten ist es über den Fernseher. Evtl. ist die Internetverbindung auf den anderen Geräten eine Spur besser, aber nicht wesentlich. Auf dem Fernseher schaue ich vorwiegend deshalb, weil das Bild am größten und am schönsten ist und die Soundanlage angeschlossen ist und die Streaming-Services mittlerweile richtig gute Qualität liefern, oftmals besser als Fernsehsender. Außerdem schaue ich gerne mit meiner Frau und das ist vor dem Fernseher angenehmer, als gedrängt vorm Laptop. Am Laptop schaue ich eher kurze Videos oder Fußball Livestreams. Aber zurück zum Fernseher.

In broadcast television, cord cutting, cutting the cord, and cord shaving refer to patterns of viewers cancelling subscriptions to subscription television services, dropping expensive pay television channels or reducing the number of hours of subscription TV viewed in response to competition from rival media. (Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Cord-cutting)

Amazon Prime Instant Video schaue ich über den Fire TV Stick. Das funktioniert einfach am Besten. Aber auch über die anderen Geräte ist die Bedienung ok. Da ich versuche möglichst alle Inhalte im Original mit Untertitel zu schauen, werden bei Amazon Prime allerdings die Nerven auf die Probe gestellt, da man nach jeder Folge einer Serie die Audio- und Untertiteleinstellungen neu vornehmen muss. Auch ist die Sortierung des Angebots nicht so gut wie bei Netflix. Da gibt es für eine Serie schon einmal mehrere Ordner. Einen für Original, einmal OmU, einmal Synchronfassung und dann noch einmal jede Staffel extra, hier muss Amazon einiges verbessern. Außerdem ist es nervig, wenn vor einer Folge ein Trailer für eine andere Serie oder Film oder Amazon Service kommt, vor allem, wenn dieser für eine Serie ist, die man schon gesehen hat oder die mich nicht interessiert (Kinderserie). Man sollte meinen, mit all den Daten die Amazon hat, könnten sie die Werbung besser abstimmen.

Mediatheken nutze ich auch von verschiedenen Geräten. Hauptsächlich aber über den Chromecast oder direkt am Computer, denn Livestreams gibt es in vielen Apps nicht, aber zum Thema Livestream komme ich in einem der nächsten Artikel.

All You Need is Speed

Wenn du überlegst, selbst zum Cord Cutter zu werden, hier kurz zusammengefasst, was du dafür benötigst.

  • Das allerwichtigste eine schnelle und stabile Internetverbindung. Gib lieber etwas mehr aus, dafür sparst du dir viel Ärger. Leider ist die Auswahl an Anbietern in Österreich sehr gering und einige haben mit Problemen bei Netflix zu kämpfen, aber mit ein wenig Recherche lässt sich ein guter Provider finden.
  • Du kannst so gut wie alles am Computer schauen. Wenn man aber nicht alleine schaut und ein wenig Wert auf Bildqualität setzt sollte man sich schon einen großen Bildschirm oder Beamer zulegen. Diese bieten dann via eigenen Apps oder via TV-Stick/MediaCenter/Spielkonsole ein schönes Schau-Erlebnis.

In den nächsten Ausgaben setze ich mich noch mit den Themen Content, Apps und Livestream auseinander. Du hast Fragen, Anmerkungen oder Kritik, schreibe einen Kommentar oder poste in den sozialen Netzwerken.

Der Artikel ist auch auf Medium erschienen.

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